die Geschichte hinter meiner Arbeit

„Kreativität, Freude an der Materialität, Geschick und handwerkliche Geduld, ein feines Gespür, für das was zusammenpasst und das, was nicht zusammengeht, der Spaß am Zusammenfügen einander nur scheinbar widersprechender Objekte zu einem lebendigen Ganzen, die Lust an der selbst geschaffenen Welt, sprechen aus ihren Bildern und Collagen.“

Prof. Gottfried Huttner


Mein Studium als Textildesignerin in Basel, mit den Schwerpunkten Stoffdruck und Weberei, vermittelte mir ein tiefes Verständnis für Material, Farbe und Struktur und war zugleich von den Prinzipien des Bauhauses geprägt.  Ich lernte, Materialien, Farben und Formen offen zu erforschen und dem Experiment zu vertrauen. Diese Haltung begleitet mich bis heute.
Eine Farbidee steht am Anfang vieler meiner Arbeiten. Eine Stimmung oder eine bestimmte Farbkombination gibt den ersten Impuls für den Entstehungsprozess. Farbe ist meine Leidenschaft und ein zentrales Ausdrucksmittel in meinen Bildern. Mit einem sicheren Gespür für Farbharmonien, Kontraste und Nuancen entwickle ich vielfältige Farbräume, die die Atmosphäre und emotionale Wirkung meiner Arbeiten bestimmen.
Mit Intuition, Offenheit und einem Blick für feine Details verbinde ich Malerei und Collage zu vielschichtigen Bildwelten. Collage-Elemente setzen bewusste Brüche, während die Acrylfarbe diese Fragmente verstärkt, überdeckt oder neu verbindet. So entstehen Arbeiten zwischen Malerei und Collage mit einer eigenen, wiedererkennbaren Handschrift.
Im Mittelpunkt meiner Arbeit steht nicht das Ergebnis, sondern der Weg dorthin. Jede Schicht verändert die Komposition, eröffnet neue Möglichkeiten und führt mich in eine andere Richtung. Genau diese unerwarteten Wendungen machen den Reiz des Malens für mich aus. 
Windschiefe Häuser und stille Landschaften sind wiederkehrende Motive meiner Bilder. Sie entstehen nicht nach einer Vorlage, sondern entwickeln sich aus dem Arbeitsprozess heraus. Mich interessiert weniger die genaue Darstellung eines Ortes als die Atmosphäre, die er vermittelt. Als Textildesignerin habe ich gelernt, Schönheit bewusst zu gestalten. Farbe, Material und Komposition sind für mich nicht nur gestalterische Mittel, sondern Ausdruck einer Haltung. Schönheit verstehe ich nicht als Dekoration, sondern als Empfindung. In einer Zeit, die von Reizüberflutung und ständigem Tempo geprägt ist, sehe ich darin eine wichtige Aufgabe der Kunst. 

Meine Bilder laden dazu ein, innezuhalten, sich zu verlieren und den eigenen Erinnerungen und Assoziationen Raum zu geben. Mein Anliegen ist es, Bilder zu schaffen, die nicht nur gesehen werden, sondern berühren – durch ihre Farbigkeit, ihre Atmosphäre und die persönlichen Geschichten, die jeder Betrachter darin entdecken kann.





Ich wurde 1963 in Rheinfelden/Baden geboren und wuchs in einem Haus voller Gemälde auf. 1983 absolvierte ich  einen einjährigen Vorkurs für Gestaltung an der vom Bauhaus geprägten Kunstgewerbeschule in Basel und studierte anschließend Textildesign mit Schwerpunkt Druck und Weberei. 15 Jahre lang gestaltete ich hochwertige Stoffkollektionen für exklusive Modelabels im In- und Ausland. Nach der Geburt unserer drei Kinder wandte ich mich 2004 verstärkt der Kunst zu und entwickelte konsequent meinen unverwechselbaren Stil weiter. Es folgten zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland, u.a. im Bonner Frauenmuseum (zweifacher Publikumspreis), in Galerien, im Kunstverein Bad Godesberg und auf Kunstmessen - u.a. in Frankfurt, Hamburg und London. Seit 2012 werde ich von der Galerie Ostendorff in Heidelberg vertreten.